Neues Vordach für den Wartebereich der Patienten im Gesundheitszentrum CSB2, Ankaraobato

Beim Gesundheitszentrum CSB2 in Ankaraobato in der Nähe von Antananarivo müssen die PatientInnen draussen an einer Wartebank manchmal lange sitzen, bis sie zum Arzt vorgelassen werden. Dieser Wartebereich hatte bis jetzt kein schützendes Dach. Während der Regenzeit und im Südwinter wurde es draussen ganz ungemütlich.

Mit Hilfe von Tsarabe Madagaskar und unseren Spendern wurde nun ein Dach gebaut. Somit können die PatientInnen in Zukunft unter einem schützenden Dach auf ihre nächste Konsultation warten.

Nochmal einen grossen Dank an unsere Spender und Spenderinnen, die dies ermöglicht haben!!!

Hier ein paar Bilder vom Umbau und dem neuen Warteraum:

Dach CSB2

 

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Madagaskartag 14. November 2015

Am kommende Samstag findet unsere alljährliche Madagaskartag in Münchenstein, bei Basel statt und wir wurden uns sehr freuen Sie bei uns begrüssen zu dürfen.

Es gibt viele verschiedene interresante Vorträge:
Hier das Programm dazu:
http://madagaskarhaus.ch/wp-content/uploads/2015/10/Vorträge-14-Nov-2015.pdf

Wir bitten Sie sich bei uns im Voraus anzumelden – so sind wir sicher dass wir genügend Essen vorbereiten können und keine von unseren Gästen hungrig nach Hause gehen müssen!

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Misaotra betsaka – einen grossen Dank

Einen grossen Dankeschön von Dr.Nirinason von CSB2 in Ankarobato, Madagaskar.

Wie man auf das erste Bild sieht, muss er mit ganz alten und verrosteten Material arbeiten.

Altes Material

 

Mit Hilfe von unseren Spenden konnte er ein paar neue Sachen für das Spital kaufen und hat uns dazu ein paar Bilder und alle Quittungen per Mail zugeschickt.

Quittungen und ein paar neue Sachen

quittung1 quittung2 quittung3

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Ein Schultag in Nosy Varika, Madagaskar

Heute beginnt die zweite Schulwoche meines Freiwilligeneinsatzes in Nosy Varika, Madagaskar. Ich unterrichte Englisch, hauptsächlich an der A Bonne Ecole, aber auch privat für alle, die Interesse haben.

Ein typischer Schultag an der A Bonne Ecole beginnt für mich mit einem Spaziergang zur Schule. Ich gehe über Weg aus Sand durch das Städtchen Nosy Varika, an Holzhütten, Reisfeldern, Palmen und anderen tropischen Pflanzen vorbei. Am Weg begegne ich Kindern, die “Bonjour Vazary” rufen, Leuten, die mich fragen, was es Neues gibt (manche sogar auf Englisch!) und einigen Zebus. Nachdem ich das Fußballfeld überquert habe, komme ich am Holztor der ABE an. Ich überquere den Hof, der natürlich auch aus Sand ist, bis zu meinem Klassenzimmer. Die Kinder sehen mich schon durch das offene Fenster, sobald ich den Raum betrete, stehen alle auf und sagen im Chor “Bonjour Madame”. Meine Antwort darauf ist dann “ Good morning” und auf einmal wird es ganz still im Raum. Was sagt sie da? Good morning? Was will sie von uns?

Nach zwei, drei unbeantworteten “Good mornings” geht es aber dann doch und ein paar Schüler geben kichernd eine Antwort. Dann kommt schon die nächste Herausforderung: Die Kinder sollen nach vorne kommen und einen Kreis bilden. Ich nehme ein, zwei Kinder an der Hand, sie schauen mich mit großen Augen an und folgen zögerlich. Sobald alle verstanden haben, was die Aufgabe ist, geht es aber ganz schnell. Plötzlich stehen an die zwanzig oder dreißig Kinder rund um mich und schauen mich erwartungsvoll an.

Die Kinder an der ABE zählen zu den ärmsten im Ort. Ihre Kleidung ist gebraucht, fleckig und zerrissen. Die Zähne sind trotz Zähneputzens in der Schule faul und ungepflegt. Noch dazu spielen sie den ganzen Tag im Sand und sind von oben bis unten voller Staub.

Da stehen sie alle um mich im Kreis und schauen mich mit großen Augen an. Ich beginne mit einem Frage-Antwort Spiel mit einem Ball: Sofort sind alle voll konzentriert bei der Sache. Manche haben noch Scheu, zu antworten oder von den anderen ausgelacht zu werden, wenn sie etwas Falsches sagen. Aber andererseits spornt sie das auch an. Die Kinder lernen schnell – vor allem Lieder!

Verständigungsprobleme gibt es aber trotzdem immer wieder – vor allem bei den ganz Kleinen (vier bis fünf Jahre). Die Lehrerinnen sprechen kein Französisch, ich kein madagassisch und die Kinder sind wirklich noch klein. Da kann es schon einige Zeit dauern, bis alle verstehen, dass wir jetzt einen Kreis bilden.

Mit Liedern und Körpersprache schafft man dann aber doch immer eine Brücke und am Ende machen alle mit, so gut sie können. Für mich ist das Arbeit mit ganzem Körpereinsatz – und bei der Hitze komme ich richtig ins Schwitzen. Am Ende jeder Stunde bin ich müde, von oben bis unten staubig, aber auch glücklich.

In den Pausen am Schulhof habe ich anfangs versucht, etwas zu lesen oder madagassisch zu lernen. Es hat sich aber schnell herausgestellt, dass das unmöglich ist. Eine Traube von Kindern schart sich um mich und schaut mich erwartungsvoll an. So lange, bis ich den Ball aus meiner Tasche hole und mit ihnen spiele. Das ist natürlich großartig, so lernen sie auch in den Pausen. Für mich ist das ein großes Kompliment, wenn sie so viel Interesse zeigen. Alle wollen neben mir sitzen oder meine Hand halten  und rücken immer näher. Manchmal wird mir das dann aber doch zu viel und ich mache lieber einen kleinen Spaziergang.

Spätestens aber im Klassenzimmer merke ich, wie großartig es ist, mit den Kindern zu arbeiten und ihnen etwas beizubringen. Ihre Energie steckt richtig an!

Christina Mayer, Nosy Varika, Madagaskar

A bonne ecole

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Neuen Kühlschrank für Medikamenten in Tsinjony, Madagaskar.

Tsinjony CSB1.

Der Gesundheitsposten Tsinjony im ruralen Hochland Madagaskars beteiligt sich auch an der nationalen Impfaktion gegen Polio. Doch der alte Petrol-Kühlschrank für die Impfstoffe ist defekt und kann nicht repariert werden. Der Verein Tsarabe Madagaskar ist eingesprungen und hat die Installation von zwei Solarpanels und einen mit Solarstrom betriebenen Kühlschrank finanziert. Damit konnte die Krankenschwester die notwendigen Impfstoffe in der erforderlichen Temperatur lagern.

kuhlschrank tsinjony

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Strickprojekt Madagaskar, Teil 2

Drei Wochen später…

…habe ich die Frauen in Tsinjony, Madagaskar, noch Mal besucht und was ich vor Ort gesehen habe hat mich nicht nur gefreut, sondern auch sehr Stolz gemacht!

Drei Wochen später

Sie waren alle fleissig am stricken und die eine Frau hatte sogar ihre eigene Stricknadeln gespickt um mitstricken zu können.

Sie werden weiter stricken und ich habe sie versprochen mehr Wolle zu besorgen (unmöglich in Madagaskar zu finden). Zusätzlich zu stricken möchten sie auch gerne andere Sachen wie Kochen, Nähen, Brodieren etc. lernen. Als Gegenleistung werden sie mir, oder jemanden anderen der Freiwilligenarbeit in Tsinjony machen möchten lernen wie man Mofo Gassy zubereiten, Taschen aus Raffia machen können und zusätzlich wenn gewünscht ein bisschen Madagassisch unterrichten!
Ellen, September 2015

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Stricken in CSB1, Tsinjony, Madagaskar

Vor einem Jahr, bei meinem letzten mehrtägigen Besuch bei der Hebamme Antoinine in Tsinjony, Madagaskar hat sie den Wunsch geäussert, Stricken zu lernen. Dieser Wunsch ist entstanden, nachdem unsere Verein ganz viele Käpplis und Socken für Neugeborene in Madagaskar geliefert haben. Ein paar der lokalen Frauen wollte gerne lernen, etwas selber zu stricken, aber wussten nicht wie.

Ich habe von verschiedenen Frauen in unserer Facebook-Gruppe (Norwegerinnen) ganz viel Wolle und Stricknadeln für dieses Projekt zugeschickt bekommen und vor ein paar Wochen war es so weit, ich ging wieder nach Tsinjony. Diesmal, um ein paar Frauen Stricken zu lernen.

Zu dieser Geschichte muss ich wohl erzählen, dass ich nicht die grösste Strickerin bin – und dass ich die letzten Jahre nicht viel gestrickt habe. So war ich ein bisschen gespannt, wie die nächsten Tage verlaufen würden, aber freute mich auch auf diese neue Herausforderung.

Ich bin am frühen Morgen an einem Donnerstag angekommen und Antoinine erzählte mir, dass schon am gleichen Nachmittag zwei Nachbarfrauen kommen würden, um Stricken zu lernen. Direkt nach dem Mittag fing ich mit Antoinine und Sabine, der Frau, die in der kleinen Apotheke arbeitet, an zu stricken. Die zwei Nachbarinnen kamen auch dazu, so jetzt waren wir insgesamt 5 Frauen, die probierten einen Schal zu stricken. Zum Glück besassen wir alle einen gute Portion Selbstironie und die Fähigkeit über uns selber zu lachen, weil so einfach wie die Frauen sich es vorgestellt haben, war es nicht. Sie merkten schnell, dass es einen weiten Weg und viel Übung beinhalten würde, bis sie irgendwann auch einen Pullover oder etwas Ähnliches produzieren könnten…

…aber aufgeben wollte zum Glück keine.

Antoinine lachte einmal verzweifelt, blickte mich an und sagte: „Ellen, es ist viel einfacher Babys zu empfangen, als zu stricken“

Nach mehr als drei Stunden mit vollen Konzentration und viel Humor machten wir Feierabend.  Eine der Frauen fragte mich bevor sie ging, ob es möglich wäre, ihre Arbeit mit nach Hause zu nehmen. Etwas, das ich zu ihrer Freude bejahte….

…und als sie am nächsten Tag kam konnte ich deutlich sehen, dass sie am Vorabend,  bevor es dunkel wurde, oder am Morgen, viel gestrickt hatte.

Am Tag zwei kamen noch eine Frau und ihre Tochter dazu und bei sehr schönem Wetter sassen wir draussen und strickten den ganzen Nachmittag. Manchmal wurde es ganz still, bis dann irgend eine der Frauen, wieder in einen Lachanfall und mich um Hilfe bat, weil sie eine Masche verloren hatte, oder alles so eng gestrickt war, das ich ihr helfen musste es wieder in Ordnung zu bringen. Sie waren selber über die Stille und Konzentration überrascht, aber auch sehr stolz über das, was sie jetzt lernen durften. Sie haben sich auch immer wieder bedankt, dass ich gekommen bin um ihnen etwas Neues zu lernen. Im Laufe des zweiten Tags haben zwei der Frauen sich als sehr gute Anfängerinnen entpuppt, so ich habe mich spontan entschieden ihnen „meine Arbeit“ zu übergeben. Wenn jemand mich nach Hilfe fragte habe ich sie an eine dieser beiden Frauen weitergeleitet und konnte mit Freude sehen, dass sie selber ihre Probleme gemeinsam lösen konnten.

Am dritten Tag waren es insgesamt 9 Frauen (zwei davon junge Mädchen), die mit voller Freude draussen sassen und strickten. Heute war mein Ziel, den zwei fortgeschrittenen Frauen zu zeigen, wie man die Maschen zum starten macht und auch wie man eine Arbeit beendet. Meine Aufgabe war nach kurzer Zeit beendet und ich konnte mit grosser Freude anschauen, wie diese Strickgruppe selbständig und ohne weitere direkte Hilfe von mir ihre Arbeit weiter machen konnte.

An allen drei Tagen waren zusätzlich zu den Frauen auch viele Kinder dabei. Zwei Jungs haben auch probiert Stricken zu lernen, aber herausgefunden, dass Spielen einfacher und lustiger war, als mit zwei Stricknadeln zu kämpfen. Ich habe mit den Kindern gesungen und getanzt und die kleinsten, die mich am Anfang ein bisschen unheimlich gefunden haben sind am Ende auch aufgetaucht und haben mitgetanzt.

Am letzten Stricknachmittag haben alle Frauen für mich als Dankeschön getanzt. Sie wollen weiter stricken und wir haben abgemacht, dass ich nächstes Jahr wieder komme.

Bevor es so weit ist kommen vielleicht zwei Frauen aus der Schweiz nach Madagaskar und bleiben eine Woche in Tsinjony. Wenn ich das nächste Mal komme, bin ich also gespannt zu sehen, wie viel sie gelernt haben und ob wir uns auf unser nächstes Ziel stürzen können: eigene Mützen zu stricken!

Unten sehen sie ein paar Bilder von unseren lustigen Stricknachmittagen in Madagaskar:

Tag 1.
Tag 1 Stricken TsinjonyStricken Tsinjony, Tag 1

Tag 2.
Stricken Tsinjony, Tag 2

Tag 3.
Tag 3. Stricken Tsinjony

Wenn jemand von Euch Lust bekommen hat, an unserem Projekt in Madagaskar teilzunehmen (Wolle spenden, vor Ort selber unterrichten oder Babykäpplis und Socken für Neugeborene zu stricken) nehmen Sie mit mir Kontakt auf.

Antananarivo, September 2015

Ellen Spinnler

 

Zusatzinformation:

Tsinjony CSB1 ist ein kleiner Gesundheitsposten im Hochland von Madagaskar. In dieser Region wird es im Winter (Juni-August) sehr kalt, mit nächtlichen Temperaturen bis fast 0 Grad. Die Menschen leben von einfacher Landwirtschaft und sind froh, wenn sie genug Geld haben, um ihre Kinder und sich selbst zu sättigen.  Geld für Wolle zum Stricken ist nicht vorhanden. Darum sind wir für dieses Projekt angewiesen auf ihre Spenden. Wenn sie bei uns für dieses Projekt spenden möchten können sie Ihre Spende mit „Wolle für Tsinjony“ vermerken oder uns direkt Wolle zuschicken (Madagskarhaus Basel).

 

 

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Madagaskartage Zoo Zürich 2015

Wir sind dabei :-)
An dei Wochenende Samstag 3. und Sonntag 4. Oktober sind wir in der Masoalahalle in Zoo Zürich anzutreffen. Hier informieren wir sie gerne über unsere aktuellen Projekten in Madagaskar!

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Montag

Wir sind am Vormittag von Ankadekely mit zwei Minibussen und einem privaten Auto gestartet. Eigentlich wäre es gar nicht so weit gewesen, aber weil wir durch die Hauptstadt Antananarivo fahren mussten, brauchten wir schlussendlich über zwei Stunden um endlich auf die RN1 (Nationalstrasse) zu gelangen. Die Kinder hat es jedoch nicht gestört. Jeder Ausflug ist für sie sowieso ein Highlight. Alles wurde in Gebärdensprache kommentiert. Sie stellten Fragen zu Neuem und wollten genau wissen wozu und wofür etwas gebraucht wird. So wurde dieser „Schulausflug“ zu einer lehrreichen Bildungsreise.

Bei unserer Ankunft in  Ampefy kamen die Kinder und BetreuerInnen nicht aus dem Staunen heraus. So eine schöne Anlage mit Bungalows! Warmes Wasser und WC sind für die meisten dieser Kinder keine Selbstverständlichkeit und so wurde diese, für unsere Verhältnisse, einfache Unterkunft für die Kinder zu einem Paradies auf  Zeit. Drei Tage lang mit so viel Komfort und Platz zum Spielen, das war der pure Luxus.

Während die Zimmer verteilt und bezogen wurden, kochte ich mit Christina, einer Freiwilligen aus der Schweiz, das Nachtessen. Ausnahmsweise gab es einmal nicht Reis, sondern Älpler Makkaroni mit Apfelmus. Den Kindern hat es geschmeckt obwohl sie es etwas seltsam fanden Hauptgang und Dessert gleichzeitig auf dem Teller zu haben :-). Nach dem Nachtessen war es bald Zeit soavamandry (gute Nacht) zu sagen und ins Bett zu hüpfen.


Dienstag

Am Dienstagmorgen gingen viele der grösseren Kinder mit einigen BetreuerInnen und dem Karatelehrer joggen. Die kleineren Buben spielten auf dem Rasen Fussball und die Mädchen übten fleissig Klatschspiele. Zum Frühstück gab es dann Reis und Omeletten und gestärkt und mit vollem Magen fuhren wir zum See. Es handelte sich um einen Kratersee, bei dem eine bekannte Marienstatue auf einem Hügel steht. Für die Madagassen ist der Ort daher nicht nur die Mitte von Madagaskar sondern auch ein beliebter Pilgerort.

Vor dem Lunch gab es viel Zeit und Platz zum Spielen. Die Kinder durften sich selber unterhalten. Dann gab es Sandwiche gefüllt mit Spagetti was den Kindern offenbar sehr schmeckte. Nach dem Essen hatten die BetreuerInnen einige Spiele vorbereitet und es war wie auf einer Chilbi. Leider konnten wir  dann den Umweg zum Wasserfall nicht machen, weil die Strasse einfach zu schlecht war.

Zurück in Ampefy durfte ich mit einigen BetreuerInnen auf dem lokalen Markt einkaufen gehen. Meine Überraschung war gross, als eine Marktfrau begann, sich in Gebärdensprache mit den BetreuerInnen zu unterhalten. Es stellte sich heraus, dass sie eine gehörlose Schwester hatte und deswegen die Gebärdensprache gelernt hatte. Zum Nachtessen gab es dann Pirna (kleine getrocknete Fische). Diese werden zuerst kurz in Wasser eingeweicht, dann in Öl gebraten und mit Reis serviert.

Mittwoch

Letzter Morgen und Aufbruchsstimmung!

Nach dem Frühstück (Tee und Brot) packten wir unser Sachen zusammen und luden alles ins Auto. Die Kinder nutzten die verbleibende Zeit um noch ein bisschen zu spielen, dann mussten wir uns von den Besitzern verabschieden. Dieser Abschied war sowohl für die Kinder als auch für die Besitzer ein sehr schönes Erlebnis. Das Besitzerehepaar erzählte uns ganz offen, dass es vor unsrer Ankunft etwas unsicher gewesen war. Sie hatten sich so gar nicht vorstellen können, wie es sein würde mit einer so grossen Gruppe gehörloser Kinder. Beide waren sehr beeindruckt wie ruhig sich alle verhalten hatten und wie viel Herzlichkeit wir ihnen gegenüber gezeigt hatten. Sie wünschten uns nicht nur eine gute Reise zurück nach Antananarivo sondern sagten uns auch amanaraka (auf wiedersehen). Als Abschiedsgeschenk erhielten die Kinder von ihnen einen neuen Fussball J.

Auf dem Heimweg legten wir kurz vor Antananarivo in einem bekannten Hotely eine Mittagspause ein. Dieser Ort ist ein richtiger Geheimtipp unter den Madagassen. Zur grossen Freude der Kinder gab es Fisch, Gemüse und Reis.

Wieder zurück in Ankadekely wurden die Kleinsten von ihren Eltern in Empfang genommen und hatten mit lebhafter Gestik und Mimik viel Freudiges und Spannendes zu erzählten.

 

 

 

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Hungerfranken, Kirchgemeinde Erstfeld

Bericht für die Kirchgemeinde Erstfeld: Aktion Hungerfranken

Dank der Aktion Hungerfranken (3778,90.- sFr) wurden 2014 in Madagaskar Nahrungsmittel in Waisenhäusern gekauft.

Erste Projektidee: Kochofen

Den Plan, einen neuen Solarofen für das Waisenheim Compassion Mangoraka zu installieren, mussten wir wegen technischen Problemen ändern. (Der zur Verfügung stehende Kochofen auf Solarbasis war nicht gross genug für so viele Schüler/Kinder). Den zweiten Plan, einen grossen Sparofen zu bauen, hat sich als viel komplizierter erwiesen als erst gedacht und dies speziell auch, weil die Zusammenarbeit mit den Schwestern nicht transparent ablief. Vor diesem Hintergrund haben wir uns, in Absprache mit Ihnen, dazu entschieden, das Geld für Lebensmittel einzusetzen.

 

Zweite Projektidee: Nahrungsmittel

Ich, Ellen Spinnler, bin Ende Mai 2014 nach Madagaskar gereist, mit der zusätzlichen Aufgabe, ein Waisenheim zu suchen, das unsere Hilfe brauchen könnte.  Ein Waisenheim zu finden, das Hilfe braucht, ist in Madagaskar wirklich nicht schwer, aber eines zu finden, bei dem man auch nach nur kurzer Zeit das Gefühl bekommt, dass die Gelder auch richtig eingesetzt werden, ist dann wiederum nicht so einfach.

Ich schenke den Menschen, denen ich begegne, grundsätzlich immer Vertrauen, aber musste leider lernen, dass es sich wirklich lohnt, ein bisschen vorsichtiger zu sein. Nachdem unser Verein die  Zusammenarbeit mit Compassion Mangoraka beendet hatte, war ich auf der Suche nach einem Ort, der nicht ganz zu Beginn seiner Aktivitäten stand und wurde zum Glück fündig.

Bettina, die Chefin in PRIORI in Antananarivo (der Hauptstadt Madagaskars) hatte mir von einem Waisenheim, das ich besuchen könne, erzählt. Ich hatte meinen Besuch zwei Wochen später eingeplant und dazwischen hatte mir auch jemand von einem vertrauenswürdigen Waisenheim in Antsirabe erzählt.

Als erstes habe ich das Waisenheim in Antananarivo besucht und während des Gesprächs mit Schwester Nives (der Chefin des Ordens in Madagaskar) habe ich lustigerweise herausgefunden, dass diese beide Waisenheime, die ich besuchen wollte, im gleichen Orden sind.

In Antananarivo wohnen bis zu 50 Kinder im Waisenheim und in Antsirabe bis zu 100 Kinder, alle zwischen 0 – 5 Jahre alt. Diese Kinder sind nicht alle Waisen, aber kommen zum Teil von sehr armen Familien. Sie dürfen hier wohnen bis sie 5 Jahre alt sind und das Ziel ist, dass man während dieser Zeit auch den Familien hilft, eine Arbeit zu finden etc. Jene Kinder, die absolut keine Familie haben, müssen entweder im Alter von fünf Jahren in ein anderes Waisenheim umziehen oder sie werden adoptiert. Die Frage, wie viele von den Kindern pro Jahr „wegadoptiert“ werden, hat mich sehr beschäftigt und nachdem ich erfuhr, dass in Antananarivo ganz wenige der Kinder in diesem Heim (0 – 3 pro Jahr) dieses Schicksal erleben müssen, kann ich auch besser hinter diesem Projekt stehen. In erster Linie versuchen die Schwestern, Adoptiveltern aus Madagaskar zu finden, um die Adoption für die Kinder ein Stück einfacher zu machen, als sie im Ausland adoptieren zu lassen.

Schwester Nives in Antananarivo hat mich herzlich empfangen und während des Rundgangs haben wir jedes Mal sehr lange geredet. Sie hat mir von ihren verschiedenen Projekten erzählt und alle meine, auch zum Teil kritischen Fragen, offen beantwortet. Es war Schwester Nives (gebürtige Italienerin) sehr wichtig, mir mitzuteilen, dass wir nicht für den Orden, in dem sie arbeitet, Geld sammeln würden, sondern für arme Menschen. Es steht ganz klar in ihren Statuten, dass sie nur Geld annehmen, das von Herzen kommt und kein Geld wollen, das gegeben wird, um sich ins Licht ihres Ordens zu stellen. Die Kinder und auch die Schwestern zu fotografieren, war nicht gestattet, aber sie sagte mir, ich könne jederzeit vorbeischauen, um Fragen zu stellen oder mit den Kindern zu spielen.

Mit den Kindern habe ich auch in Antsirabe Zeit verbracht und es ist schwer, die richtigen Worte zu finden, wie man sich fühlt, wenn man in einem Zimmer mit über 40 kleinen Babys steht oder mit über 50 Kindern im Alter von 2-5 Jahren singt, tanzt und spielt. Aber was ich sehr gut in Worte fassen kann, ist die Liebe zu den Kindern, die ich bei den Schwestern gespürt habe – und das ist auch der Grund, warum ich es als eine sehr gute Entscheidung empfinde, diese zwei Waisenhäuser des Ordens „Mutter Theresa“ (Mère Theresia) zu unterstützen. Für das Waisenheim in Antananarivo haben wir eine sehr grosse Menge Lebensmittel geliefert und in Antsirabe haben wir, nach Absprache mit den Schwestern, ganz viel Milchpulver (das für sie sehr teuer ist) für die Kleinsten eingekauft.

In Antananarivo gibt es auch ein anderes, ganz kleines Waisenheim, das ich besucht habe. Es heisst Jean Paul II. Dieses Waisenheim liegt mitten im Zentrum und wird ebenfalls von Ordensschwestern geleitet. Die Kinder sind zwischen 5 – 18 Jahre alt und alle haben verschiedene Schicksale hinter sich. Momentan baut der Orden ausserhalb der Hauptstadt in Richtung Tamatave ein neues Haus. Hier werden die Kinder wohnen, aber weiterhin in der katholische Privatschule Jean Paul II zu Schule gehen. In diesem Waisenheim ist mir speziell aufgefallen, dass ein paar der Mädchen sichtlich traumatisiert sind und es hat gut getan zu sehen, dass besonders diese Kinder ein sicheres Zuhause gefunden haben. Für dieses Waisenheim haben wir Kleider vorbeigebracht und auch Lebensmittel geliefert (siehe Bilder unten).

Das restliche Geld wurde für den weiteren Einkauf von Lebensmitteln benutzt.

Ich danke Ihnen allen, nicht nur im Namen des Vereins Tsarabe-Madagaskar, sondern auch im Namen der Schwestern und der vielen Kinder, die wir mit Ihrer grosszügigen Spende unterstützen konnten.

 

Basel, Ellen Spinnler, im Dezember 2014

 

Waisenheim Jean Paul II, Antananarivo

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Und hier eine Weihnachtskarte als Dankeschön:

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