Freiwilligenarbeit bei Tànana Mirana in Madagaskar

Tonga Soa in Madagaskar

Als ich im November 2015 bei meinem „Vorstellungsgespräch“ im Madagaskarhaus in Basel für einen 3montaigen Aufenthalt in Madagaskar fragte, wusste ich noch nicht auf welches Abenteuer ich mich einlassen würde.

Am 5. Juli 2016 war es dann soweit. Ich flog nach Antananarivo, die Hauptstadt Madagaskars. Ich hatte ein ganz spezielles Ziel, ich wollte Zugang zur Gebärdensprache finden. Um mein Ziel in die Tat umzusetzen, habe ich mich entschlossen 6 Wochen bei Tànana Mirana zu arbeiten und so ein paar Gebärden zu lernen.
Tànana Mirana ist ein Zentrum für gehörlose Kinder und Jugendliche. Die einzige hörende und französisch sprechende Person in diesem Zentrum ist Mirana, die Chefin und Besitzerin des Zentrums.
Die ersten Tage waren schwierig. Ich musste mich erst an das andere, neue Leben gewöhnen und dass von nun an die Kommunikation nur über die Hände stattfinden sollte. Immer wieder ertappte ich mich dabei, dass ich anfing ohne Hände zu sprechen. Gar nicht so einfach, wenn man plötzlich nicht mehr kommunizieren kann.
Nach einer langen eher stummen Woche sprach ich meinen ersten Satz in der Gebärdensprache: „Bonjour, je m’appelle Elena“. Und nach zwei Wochen backte ich bereits „Crêpes aux chocolat Suisse“ und erklärte den Kindern mit Hilfe der Gebärden wie das geht. Für mich ein unglaubliches Gefühl, ich lernte eine neue Sprache.

Ruhig war es im Zentrum nie. Gehörlose Kinder und Jugendliche sind absolut nicht leise. Den ganzen Tag ging es laut zu und her. Ich genoss unglaubliche spannende Tage mit faszinierenden Kindern und Jugendlichen, die ich ganz tief in mein Herz geschlossen habe.

Am Ende dieser 6 Wochen durfte ich mit den Kindern und Jugendlichen eine Woche ans Meer fahren. Diese Ferienwoche wurde durch Spendengelder aus dem Verein Tsarabe-Madagaskar finanziert. Viele der Kinder haben das Meer noch nie gesehen. Die grossen, staunenden Kinderaugen über das salzige Wasser, in einem Restaurant zu essen und in einem Hotel zu übernachten, war ein unbezahlbares Erlebnis für mich.

Meinem Ziel der Gebärdensprache näher zu kommen, habe ich erreicht und ich habe viele neue Bekanntschaften mit wunderbaren Menschen gemacht.

Erlebnisbericht nach einen Freiwilligenarbeit in Madagaskar

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